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Wissenswertes zu Schlafmitteln

Schlaf ist für den menschlichen Körper lebensnotwendig. Während dieser Ruhephasen finden wichtige Aufbau- und Regenerationsvorgänge statt. Mit den Lebensphasen ändert sich auch das Schlafbedürfnis. Während Babys und kleine Kinder einen sehr hohen Schlafbedarf haben (bis zu 16 Stunden über den Tag verteilt), nimmt dieser mit zunehmendem Alter ab. Ein Erwachsener benötigt im Durchschnitt etwa sieben Stunden Schlaf. Im Alter kann das Schlafbedürfnis des Körpers auf vier bis sechs Stunden absinken.

Schon ein Blick auf die Ursachen kann helfen

Bevor Probleme beim Schlafen medikamentös behandelt werden, sollten sie abklären lassen, was die Ursachen sind. Schlafstörungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden häufig durch Kummer, Sorgen, aufregende Erlebnisse oder extremen Stress ausgelöst. Bevor Schlafmittel zum Einsatz kommen, versuchen Sie es mit Entspannung vor dem Schlafengehen, regelmäßigen Schlafenszeiten, Verzicht von Alkohol und Koffein.

Ältere Menschen meinen häufig, der Bedarf an Schlaf wäre immer noch so hoch wie früher. Für die meisten gilt jedoch: das ist ein Irrtum. Zudem hat der Tag weniger Aktivitäten, so der besteht Wunsch, früh schlafen zu gehen und spät aufzustehen. Hier kann das Bewusstsein über das tatsächliche Ruhebedürfnis, ein regelmäßiger Tagesablauf ohne Mittagsschlaf, ausreichende Bewegung und zusätzliche Aktivitäten am Tag zu einem besseren Schlaf in der Nacht führen.

Erst wenn Schlafstörungen zu einem Leistungsabfall am Tag führen, sollten Schlafmittel übergangsweise zur Behandlung in Betracht gezogen werden. Zu unterscheiden sind hier pflanzliche Produkte und Präparate mit chemischen Wirkstoffen.

  • Pflanzliche Produkte enthalten häufig Extrakte aus Baldrian, Hopfen oder Passionsblume, mit beruhigender und Schlaf anstoßender Wirkung. Diese Medikamente sind in der Regel sehr gut verträglich.
  • Rezeptpflichtige Schlafmittel mit chemischen Wirkstoffen bergen die Gefahr, schon innerhalb sehr kurzer Zeit (ein bis zwei Wochen) eine Abhängigkeit hervorzurufen. Werden sie abrupt abgesetzt, treten die Schlafstörungen in erhöhtem Maß wieder auf. Daher muss die Dosis unter Aufsicht des Arztes schrittweise reduziert werden.
    Ein weiteres Problem bei der Einnahme chemischer Schlafmittel besteht in der Gefahr einer verbleibenden Restmüdigkeit. Dies muss vor allem bei der Bedienung von Maschinen und im Straßenverkehr bedacht werden. Freiverkäufliche Schlafmittel mit chemischen Wirkstoffen haben ein weitaus geringeres Abhängigkeitspotenzial, sollten aber trotzdem nur kurzfristig angewandt werden.

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