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Wissenswertes zu Arzneimitteln gegen den grippalen Infekt

Typische Grippemittel bzw. Mittel gegen grippale Infekte bestehen meistens aus einer Kombination eines schmerz- und fiebersenkenden Wirkstoffes mit einem Mittel gegen Hustenreiz und einem gegen Schupfen, das die Nase frei macht.

Probleme bei der Einnahme von Kombinationspräparaten

Solche festen Kombinationen sind aus verschiedenen Gründen nur bedingt zu empfehlen. Nicht bei jedem Patienten, der an einem grippalen Infekt erkrankt, sind alle Beschwerden, also Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, gleichmäßig ausgeprägt. Manch einer leidet vor allem an Kopf- und Gliederschmerzen, ein anderer wiederum nur an Schnupfen oder Husten. Im Kombinationspräparat sind aber immer alle Wirkstoffe enthalten, auch wenn sie im Einzelfall nicht notwendig wären. Zum anderen liegen die Wirkstoffe in festem Verhältnis zueinander vor. Möchte man nun eine stärker Hustenreiz lindernde Wirkung erzielen und nimmt eine weitere Tablette ein, werden auch die anderen Wirkstoffe höher dosiert, auch wenn dies nicht erforderlich ist.

Beschwerden gezielt behandeln

Es empfiehlt sich deshalb, bei einer Erkältungskrankheit die einzelnen, tatsächlich behandlungsbedürftigen Beschwerden gezielt anzugehen. Je nach Ausprägung der Erkrankung können ein schmerz- und fiebersenkendes Arzneimittel, ein Mittel gegen Schnupfen und eines gegen Husten nach Bedarf gezielt kombiniert werden.

Gegen Kopf- und Gliederschmerzen können Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS, nicht bei Kindern unter 15 Jahren) oder Ibuprofen eingenommen werden. Sie wirken sowohl schmerzlindernd als auch fiebersenkend. Paracetamol ist dabei ein bisschen schonender für den Magen.

Ist die Nase verstopft und erschwert das Atmen, kann kurzfristig ein Nasenspray mit einem abschwellenden Wirkstoff angewandt werden, das erleichtert das Atmen. Die Anwendung empfiehlt sich vor allem zur Nacht, damit der Schlaf Erholung bringt. Grundsätzlich sollten diese Nasensprays nicht länger als sieben bis zehn Tage verwendet werden, weil die Nasenschleimhaut sich bei regelmäßiger Anwendung an die Wirkung des Sprays gewöhnt und nicht mehr abschwillt. Um weiter ausreichend Luft zu bekommen, wendet man das Spray erneut an, ein Teufelskreis.

Kommt zu den Beschwerden ein quälender Hustenreiz dazu, muss darauf geachtet werden, ob es sich um einen trockenen Reizhusten handelt. Befindet sich in den Bronchien kein Sekret, das abgehustet werden kann, kann über kurze Zeit ein Hustenblocker eingesetzt werden. Dieser lindert den Hustenreiz und ermöglicht nachts einen ruhigen Schlaf. Sobald sich jedoch vermehrt Schleim in den Bronchien bildet, darf der Hustenreiz nicht mit einem Hustenblocker unterdrückt werden. Vielmehr sollte ein Hustenlöser den Schleim lockern, damit das Abhusten erleichtert wird. Unterstützend ist es wichtig, viel zu trinken, möglichst zwei bis drei Liter pro Tag.

Dauern die Beschwerden über einen längeren Zeitraum an, sollte ein Arzt konsultiert werden.

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