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Wissenswertes zu Abführmitteln (Laxantien)

Als Verstopfung (Obstipation) gilt eine verzögerte Darmentleerung mit trockenem und hartem Stuhl. Ursache ist zum Beispiel Stress, in erster Linie aber sind es Ernährungsfehler wie ballaststoffarme Ernährung oder zu geringe Flüssigkeitsaufnahme.

Zu Abführmitteln sollte nur dann gegriffen werden, wenn die normale Darmfunktion durch zusätzliche körperliche Bewegung und eine gesunde Ernährung nicht wieder hergestellt werden kann. Wird der Darm mit ballaststoffreicher Kost wie zum Beispiel Obst, Gemüse oder Vollkornbrot versorgt und mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag getrunken, beschleunigt das die Darmpassage.

Grundsätzlich wird unterschieden in chemische und pflanzliche Abführmittel. Entgegen der landläufigen Annahme ist die pflanzliche Variante nicht harmloser als die chemische. Pflanzliche Abführmittel wie z. B. Sennesblätter oder -früchte sollten grundsätzlich nur kurzfristig angewendet werden, da die Darmträgheit sonst zunimmt und zum Teil mit massiven Verlusten an Mineralien zu rechnen ist.

Gefahren von Abführmitteln

Laxantien werden zu häufig und unkritisch angewandt. Bei häufigem Gebrauch werden die natürlichen Bewegungen des Darms und der Stuhldrang unterdrückt - zum Ausgleich muss die Dosis erhöht werden. Diese gewohnheitsmäßige Anwendung von Abführmitteln gilt als Arzneimittelmissbrauch. Werden Laxantien länger eingenommen, kommt es zusätzlich zu verschiedenen Nebenwirkungen, wie z. B. Mineralstoffverlusten, hier ist der Natrium- und Kaliumhaushalt besonders betroffen. Auch kommt es zu Wasserverlusten oder dem so genannten Rebound-Effekt, das heißt nach Absetzen des Abführmittels tritt wieder eine „Verstopfung“ auf, die erneut mit Abführmitteln behandelt wird.

Verstopfungen können mit Abführmitteln kurzfristig behandelt werden. Dauerhaft sollten jedoch andere Wege gefunden werden, das Problem zu lösen, ganz wichtig ist für mehr Bewegung zu sorgen. Bedacht werden sollte auch, dass eine tägliche Darmentleerung nicht unbedingt notwendig ist. Manche Menschen haben jeden Tag Stuhlgang, für andere ist zwei- bis dreimal die Woche normal. Beides ist gesund.

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