Selbsthilfegruppen können dabei unterstützen, Strategien zu entwickeln, wie eine Krankheit bewältigt werden kann oder wie besser mit ihr zu leben ist. Das ist für Menschen insbesondere dann wichtig, wenn sie oder ihre Angehörigen unter einer chronischen Erkrankung leiden.
Neben den Ansprechpartnern auf medizinischer Seite bieten Selbsthilfegruppen ein geeignetes Forum, um sich auszutauschen und Gleichgesinnte zu finden. Dies erfolgt in regelmäßigen gemeinsamen Gesprächen und gegenseitiger Hilfe.
In jeder größeren Stadt gibt es regionale Selbsthilfe-Kontaktstellen. Eine Übersicht dieser Kontaktstellen finden Sie auf der Homepage der "Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS)“. Nach dem Aufruf der NAKOS-Homepage klicken Sie bitte weiter zu den "Roten Adressen“. Hier finden Sie viele Informationen über das Thema Selbsthilfe, auch zum Herunterladen.
Die Deutsche BKK sieht die Leistungen der Selbsthilfegruppen als wichtige Ergänzung zum professionellen Gesundheitssystem. Deshalb fördert die Krankenkasse Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfekontaktstellen, wie gesetzlich vorgegeben, jährlich mit 0,59 Euro pro Versicherten.
Insgesamt stellt die Deutsche BKK für das Jahr 2012 etwa 491.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Dieses Geld dient der Weiterentwicklung der Selbsthilfe auf allen Förderebenen: der Bundes-, der Landes- und der örtlichen Ebene. Bei ihrer Förderung unterscheiden die gesetzlichen Krankenkassen zwei Förderstränge: die „kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung“ und die „krankenkassenindividuelle Förderung“. Die Deutsche BKK unterstützt finanziell beide Förderstränge.
Die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung dient der Basisfinanzierung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe. Diese können Selbsthilfeorganisationen auf Bundes- und Landesebene, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstellen pauschal beantragen.
Über die krankenkassenindividuelle Förderung können Krankenkassen Projekte der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe fördern.
Mehr Informationen zu Fördergrundsätze und Voraussetzungen finden Sie im "Leitfaden zur Selbsthilfeförderung (PDF, 0.9 MB) ".
Die Anfangsphase in einer Selbsthilfegruppe empfinden viele Menschen als eine Zeit der Unsicherheit und Verletzbarkeit. Den an Selbsthilfe interessierte Personen fehlen oft die kommunikativen Fähigkeiten, um eine neue Gruppe auf den Weg zu bringen. Für viele Interessierte stellt deshalb eine Startbegleitung eine große Ermutigung dar. Seit 2007 wird in einem bundesweiten Projekt der Ansatz der In-Gang-Setzung erprobt. Dieses Projekt wird von der Deutschen BKK unterstützt. Das Handbuch "In-Gang-Setzer - Selbsthilfe auf den Weg bringen" soll aufzeigen, wie die Methode der In-Gang-Setzer zur nachhaltigen Aktivierung von Selbsthilfe beitragen kann. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier.
Achten Sie bei der Antragstellung zuerst auf die jeweilige Organisationsebene: Wollen Sie eine Förderung für eine regionale Selbsthilfegruppe, für eine Landes- oder eine Bundesorganisation beantragen? Dementsprechend sind Ihre Ansprechpartner die örtlichen Krankenkassen oder deren Landes- und Bundesverbände.
Alle Anträge der Bundesorganisationen der Selbsthilfe auf Pauschalförderung im Rahmen der kassenartenübergreifenden Gemeinschaftsförderung bearbeitet der Arbeitskreis der Spitzenverbände der Krankenkassen. Als Antragsteller reichen Sie Ihren Antrag deshalb nur einmal an den federführenden Spitzenverband der Krankenkassen ein. Das Entscheidungsgremium bezieht die Vertretungen der Spitzenorganisationen der Selbsthilfe bei seinen Förderentscheidungen beratend mit ein. Die Adresse: Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek); Askanischer Platz 1, 10963 Berlin; http://www.vdek.com/.
Anfragen rund um das Thema Selbsthilfe und Selbsthilfeförderung beantworten Ihnen die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei den jeweiligen BKK Landesverbänden (PDF, 26 KB) .
Regionale Besonderheiten, zum Beispiel bei der kassenartenübergreifenden Förderung, können Sie auch über die örtlichen Kontakt- oder Unterstützungsstellen zur Selbsthilfe abrufen.
Die Deutsche BKK fördert ebenfalls Selbsthilfegruppen im Rahmen der kassenartenindividuellen Förderung auf regionaler Ebene. Einen Antrag für die Selbsthilfeförderung finden Sie hier.
Sie haben Fragen zum Aufbau einer Selbsthilfegruppe? Oder sind auf der Suche nach einer bestimmten Gruppe? Dann rufen Sie uns an, oder kommen Sie in eine unserer Filialen. Wir unterstützen Sie gern.
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